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Fensterersatz

Neue Technologien machen Fenster funktionaler – ein Plus für Jung und Alt.

Text — Raphael Hegglin

 

Dass sich die Energieeffizienz eines Hauses nach einem Fensterersatz deutlich verbessert, ist heute selbstverständlich. Dabei empfiehlt es sich, auf Fenster der Klasse A – also auf bestmögliche Energieeffizienz – zu setzen. Solche Fenster sind mit einer Dreifachverglasung ausgestattet, diese setzt sich zunehmend durch.

Doch neue Fenster können neben Energieersparnis weit mehr bewirken: In den vergangenen Jahren haben innovative Hersteller viel in die Entwicklung neuer Systeme gesteckt, die weitere Zusatznutzen bringen. Im Fokus steht dabei vor allem mehr Komfort. Dieser verhilft nicht nur zu mehr Lebensqualität, sondern ermöglicht auch Autonomie bis ins hohe Alter sowie bei körperlichen Einschränkungen. Das Eigenheim bleibt so länger bewohnbar.

WEG MIT DEN STOLPERFALLEN

Um was geht es konkret? Da sind zum einen die Schwellen von Terrassen- und Balkontüren. Früher waren hohe Schwellen normal. Doch solche können je nach Lebenssituation zum fast unüberwindbaren Hindernis werden. Doch auch für Junge und Gesunde können sie eine gefährliche Stolperfalle bilden.

Warum also Schwellen nicht einfach weglassen? Damit Terrassen- und Balkontüren auch mit niedrigen Schwellen zuverlässig abdichten und selbst Gewitterstürmen standhalten, sind ausgeklügelte Konstruktionen notwendig. So ist es zum Beispiel der Firma 4B gelungen, für Balkon- und Terrassentüren sogar eine Nullschwelle zu entwickeln. Sie erhebt sich keinen Millimeter über den Boden und ermöglicht nahtlose Übergänge zwischen Wohn- und Aussenraum. Damit gewinnt auch die Architektur: Grenzen verschwinden und Räume fliessen ineinander. Der Wohnraum setzt sich mit einem solchen Fenster optisch in den Garten, die Terrasse oder den Balkon fort.

 

LÖSUNGEN FÜR DEN ALTBAU

Technisch besonders herausfordernd war es bis anhin, niedrige Schwellen nachträglich – also in Altbauten – zu realisieren. Doch auch dafür gibt es mittlerweile clevere System-Lösungen. Die Balkontüre RF1 von 4B ermöglicht beispielsweise, dass nach einer Renovation die Schwelle nur noch 25 Millimeter hoch ist – ein deutlicher Gewinn für Komfort und Sicherheit. Aufwendige Arbeiten sind dazu nicht notwendig: Das Wechselrahmensystem wird auf Teile des bestehenden Rahmens aufgesetzt. Das Mauerwerk bleibt dabei unversehrt und ein Neuaufbau ist nicht notwendig.

Möglich mit dem RF1-System sind ein- bis dreiteilige Balkontüren von bis zu je 110 Zentimetern Flügelbreite. Dank der niedrigen Schwelle und dem geringen Rahmenanteil gelangt nach dem Einbau mehr Licht in die Innenräume und die Balkontüre wirkt leichter.

INFO

FENSTERERSATZ: ACHTEN SIE AUF QUALITÄT

Fenster müssen etwa 30 Jahre halten. Qualität sollte oberste Priorität haben. Fenster müssen daher aus hochwertigen Materialien gefertigt sein. Ebenso wichtig sind verlässliche Ersatzteil- und Service-Garantie. Sie müssen über die gesamte Lebensdauer eines Fensters oder einer Balkontüre gewährleistet sein, ansonsten droht ein Ersatz vor Ende der maximalen Lebensdauer.

Nicht nur die Verarbeitungsqualität, sondern auch der Einbau ist entscheidend für die Lebensdauer von Fenstern und Balkon- bzw. Terrassentüren. Grundlage dazu ist eine fachgerechte Planung. Wer sich zudem bei der Produkt-Wahl Zeit nimmt, spart danach Zeit – und damit Arbeitsaufwand – bei der Montage. Dies senkt die Projektkosten. Bevor ein seriöses Angebot erstellt werden kann, ist meist ein Besuch vor Ort notwendig. Nur so lässt sich einschätzen, wo die individuellen Stolpersteine einer Fenstersanierung liegen – und solche sind fast immer vorhanden. Tipp: Eine Offerte mit Fixpreisen erstellen lassen, so werden böse Überraschungen bei der Abrechnung vermieden. Wird der Auftrag erteilt, nimmt ein Projektleiter genau Mass, damit die Fenster anschliessend auf den Millimeter genau produziert werden können. Sind alle Details geklärt und die Fenster produziert, können sie angeliefert werden, und die Montagearbeiten können beginnen.

Es ist sehr wichtig, dass bei Arbeiten in bewohnten Räumen alle Gegenstände sowie Böden umfassend
abgedeckt werden. Grundsätzlich wird der Boden überall dort abgedeckt, wo sich die Monteure aufhalten, damit nichts verkratzt. Seriöse Monteure decken den gesamten Arbeitsbereich und die Wege zum Fenster grosszügig mit Bodenabdeckflies ab. Empfehlenswert ist, eine umfassende Beratung in Anspruch zu nehmen und auf einen lokal gut vernetzten Partner sowie Schweizer Qualität zu setzen. Auch sollte man sich nicht davor scheuen, Referenzen einzufordern.

AUTOMATISIERTE FENSTER

Neben einer niederen Schwelle bei Balkon- und Terassentüren sorgt die Automatisierung von Fenstern zusätzlich für mehr Autonomie und Energieeffizienz. Denn moderne Fenster lassen sich mittels Sensoren und eingebautem Elektromotor steuern sowie automatisch öffnen und schliessen.

Heute funktioniert dies per Knopfdruck oder App; mittels smarter Technologien könnten Fenster künftig sogar selbständig bedarfsgerecht und energetisch optimiert lüften – selbstverständlich immer mit höchstmöglichem Einbruchschutz. Genauso wie die Barrierefreiheit, ermöglicht die Automation von Türen und Fenstern also unbeschwertes Wohnen mit mehr Komfort.

Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit mit Haus Magazin und